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US Open: Spielplan, Termine & Wettquoten (2026)

Us open 2026 arthur ashe stadium new york Bild

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Die US Open 2026 sind das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison — und das lauteste. Während Wimbledon Zurückhaltung zelebriert, lebt der Spielplan der US Open von der Energie New Yorks: Night Sessions unter Flutlicht, ein Publikum, das zwischen den Ballwechseln jubelt, und eine Atmosphäre, die mehr an ein Rockkonzert erinnert als an einen Tennisplatz. Flushing Meadows im Stadtteil Queens ist seit 1978 die Heimat des Turniers, und das Arthur Ashe Stadium mit seinen 23 771 Plätzen ist die größte reine Tennis-Arena der Welt — benannt nach dem ersten afroamerikanischen Grand-Slam-Sieger.

Für die Spieler markieren die US Open den Abschluss einer neunmonatigen Grand-Slam-Reise, die in Melbourne begann. Wer Ende August noch frisch und motiviert in New York aufschlägt, hat die besseren Karten — denn nach einer Saison voller Pflichttermine, Reisestrapazen und Belagswechsel trennt sich hier die Spitze vom Rest. 2025 kamen 1 144 562 Zuschauer nach Flushing Meadows, ein Rekordwert, der die US Open zum zweitbestbesuchten Grand Slam hinter den Australian Open machte.

US Open Spielplan: Alle Termine und Hartplatz-Quoten für New York

Die US Open 2026 beginnen mit der Qualifikation in der letzten Augustwoche. Wie bei allen Grand Slams umfasst das Qualifikationsfeld 128 Spielerinnen und Spieler, die in drei Runden um 16 Hauptfeldplätze kämpfen. Die Qualifikation findet auf der gleichen Anlage statt wie das Hauptturnier, was den Qualifikanten einen seltenen Vorteil verschafft: Sie kennen die Courts bereits, wenn sie ins Hauptfeld einziehen.

Das Hauptfeld startet am ersten Montag nach dem US-amerikanischen Labor Day. Die erste und zweite Runde erstrecken sich über je zwei Tage, ab der dritten Runde wird täglich eine komplette Runde gespielt. Die Viertelfinale verteilen sich auf Dienstag und Mittwoch der zweiten Woche, die Halbfinals auf Donnerstag und Freitag. Das Damenfinale findet am Samstag statt, das Herrenfinale am Sonntag — ein Zeitplan, der seit Jahren stabil ist und den Fans verlässliche Planbarkeit bietet. Neben den Einzelwettbewerben laufen parallel die Doppel- und Mixed-Doppel-Turniere sowie die Rollstuhl-Wettbewerbe, die in der zweiten Woche auf den Hauptarenen angesetzt werden und zunehmend mediale Aufmerksamkeit erhalten.

Für deutsche Zuschauer sind die US Open das zeitlich anspruchsvollste Grand-Slam-Turnier: Die Day Sessions beginnen um 11:00 Uhr Ortszeit, also 17:00 Uhr MEZ — machbar für einen Feierabendtermin. Die Night Sessions starten jedoch erst um 19:00 Uhr Ortszeit, was 1:00 Uhr nachts in Deutschland entspricht. Wer die Abendsessions live verfolgen will, braucht entweder Urlaub oder einen flexiblen Arbeitgeber. Die Finals am Wochenende beginnen um 16:00 Uhr Ortszeit, also 22:00 Uhr MEZ — ein akzeptabler Kompromiss für die meisten europäischen Fans.

Night Sessions — das Markenzeichen

Kein Grand-Slam-Turnier hat die Night Session so perfektioniert wie die US Open. Während Roland Garros erst 2021 eine einzige Abendsession pro Tag einführte, sind die Nachtspiele in Flushing Meadows seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Programms. Jeden Abend werden auf dem Arthur Ashe Stadium zwei Matches angesetzt — eines im Damen- und eines im Herreneinzel — die unter dem Flutlicht und vor einem ausverkauften Haus eine besondere Intensität entfalten.

Die Atmosphäre bei den Night Sessions ist einzigartig im Tennis. Das Publikum kommt direkt von der Arbeit, die Bars rund um die Anlage füllen sich bereits Stunden vor dem ersten Aufschlag, und die Lautstärke im Arthur Ashe Stadium erreicht Werte, die in Wimbledon undenkbar wären. Spieler berichten regelmäßig, dass die Energie der Night Sessions sowohl beflügeln als auch einschüchtern kann — wer die Crowd gegen sich hat, muss mit Zwischenrufen und Unruhe zwischen den Punkten rechnen. Für Spieler, die mit der Atmosphäre umgehen können, sind die Night Sessions ein Heimvorteil ohne Heimspiel. Einige Spieler trainieren gezielt für diese Bedingungen: Sie simulieren Lärm im Training, üben Routinen zwischen den Aufschlägen und planen Auszeiten taktisch, um den Rhythmus des Publikums zu brechen.

Die Flutlichtanlage des Arthur Ashe Stadiums wurde in den vergangenen Jahren modernisiert und auf LED umgestellt, was eine gleichmäßigere Ausleuchtung und bessere TV-Bilder ermöglicht. Das Schiebedach, 2016 eingeweiht, schützt die Abendsessions vor den gelegentlichen Gewitterschauern, die den New Yorker Spätsommer begleiten. Seit der Installation ist kein Night-Session-Match mehr wetterbedingt unterbrochen worden — ein Komfort, den die US Open lange nicht bieten konnten.

Preisgeld im Vergleich

Die US Open gehören zu den finanziell großzügigsten Turnieren im Tennis. Der Gesamtpreispool liegt regelmäßig über 60 Millionen US-Dollar und ist damit vergleichbar mit den Australian Open und Wimbledon. Der Trend zeigt nach oben: Die Gesamtkompensation im ATP-Tennis erreichte 2025 Rekordwerte von 269,6 Millionen US-Dollar, zusammen mit den Grand-Slam-Preisgeldern sogar 400 Millionen — und die US Open als Saisonfinale tragen einen erheblichen Anteil daran.

Für die Spieler bedeutet New York den letzten großen Zahltag der Grand-Slam-Saison. Ein Erstrundenaus bringt bereits einen sechsstelligen Betrag, der Sieger des Einzelwettbewerbs nimmt einen Scheck über mehrere Millionen Dollar mit nach Hause. Die Preisgeldstruktur ist so gestaltet, dass auch die mittleren Runden signifikant vergütet werden: Wer das Achtelfinale erreicht, verdient mehr als bei einem Titelgewinn mancher ATP-250-Turniere. Die US Open zahlen, wie alle Grand Slams, Equal Prize Money für Herren und Damen — eine Praxis, die in Flushing Meadows seit 1973 gilt und damit älter ist als bei jedem anderen Major. Billie Jean King erkämpfte damals die Gleichstellung, und die USTA hat sie seitdem nie infrage gestellt.

Im Vergleich zu den anderen Grand Slams unterscheiden sich die US Open weniger durch die Höhe des Preisgeldes als durch die kommerzielle Umgebung: Sponsoring, Hospitality und Merchandising sind in New York auf einem Niveau, das Roland Garros und Wimbledon in dieser Form nicht erreichen. Das Turnier ist nicht nur ein Sportereignis, sondern ein Entertainment-Produkt — und das Preisgeld ist ein Teil dieses Gesamtpakets.

Bedeutung als Saisonfinale der Grand Slams

Die US Open sind mehr als nur das vierte Grand-Slam-Turnier des Jahres — sie sind das Fazit. Nach den Australian Open im Januar, Roland Garros im Juni und Wimbledon im Juli entscheidet Flushing Meadows, wer die Grand-Slam-Saison als stärkster Spieler abschließt. Für Spieler, die bei den ersten drei Majors enttäuscht haben, ist New York die letzte Chance auf einen großen Titel in diesem Jahr. Für die Tabellenführer ist es die Gelegenheit, eine historische Saison zu krönen.

Die Position im Kalender hat auch taktische Konsequenzen. Nach neun Monaten Tour sind viele Spieler physisch am Limit. Verletzungen, die sich über die Sandplatz- und Rasensaison aufgebaut haben, brechen in der Hitze von New York oft durch. Gleichzeitig ist die Rangliste im August so aussagekräftig wie zu keinem anderen Zeitpunkt der Saison — die Setzliste der US Open spiegelt die tatsächliche Stärke der Spieler präziser wider als die der Australian Open, wo die Ergebnisse des Vorjahres noch stark gewichtet sind. Die Punkte, die in Flushing Meadows vergeben werden, beeinflussen zudem die Qualifikation für die ATP Finals im November: Wer in New York einen Lauf hinlegt, kann sich noch in letzter Minute für das Saisonfinale der besten Acht qualifizieren. Für Spieler auf den Plätzen sechs bis zehn der Race-to-Turin-Wertung sind die US Open deshalb doppelt wichtig — Grand-Slam-Punkte und Finals-Qualifikation stehen gleichzeitig auf dem Spiel.

Für deutsche Fans hat das Timing einen zusätzlichen Reiz: Die US Open fallen in die letzten Sommerwochen, bevor die Bundesliga und der Herbst-Alltag das Sportprogramm dominieren. Zwei Wochen Flushing Meadows sind der perfekte Abschluss eines Tennissommers, der im Juni mit den French Open beginnt und im September mit dem letzten Ball im Arthur Ashe Stadium endet.

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